Das bestätigte gestern eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Soziales. Beide Länder hatten vereinbart, dass bis zu 995 Flüchtlinge vorübergehend nach Brandenburg ziehen sollen. Dies sollte dabei helfen, Turnhallen in Berlin leerzuziehen und wieder für ihren ursprünglichen Zweck herzurichten.

Die Sprecherin nannte die von den Ländern festgelegten Kriterien als Grund für die schleppende Umsetzung der Vereinbarung. Danach sollen nur Flüchtlinge nach Wünsdorf geschickt werden, deren Asylverfahren länger dauern, weil sie weder aus einem sicheren Herkunftsland noch aus dem Bürgerkriegsland Syrien kommen. Zudem gibt es weitere Kriterien wie den Gesundheitszustand.

Die Brandenburger CDU hatte jüngst sogar einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Berlin gefordert. Begründet wurde dies mit dem Vorschlag einer Arbeitsgruppe im Rahmen der Koalitionsverhandlungen, die Flüchtlingspolitik in der Hauptstadt komplett umzukrempeln. So soll die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern nur noch als "Ultima Ratio" eingesetzt werden.