Auch Siemens machte dazu keine Angaben, wies in einer Stellungnahme aber darauf hin, dass der Konzern in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Kontrollsystem etabliert habe. „Wir können zwar Fehlverhalten Einzelner damit nicht vollständig ausschließen“, sagte ein Sprecher. „Aber wenn es Hinweise auf mutmaßliche Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien gibt, gehen wir diesen, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, konsequent nach.“

Die Flughafengesellschaft hat seit gut einem Jahr eine neue Compliance-Beauftragte, die über die Einhaltung etwa von Anti-Korruptions-Regeln zu wachen hat. Der „BamS“ zufolge ist man dabei auf die Rechnungen aufmerksam geworden. Die Gesellschaft betonte, dass es noch keine Schlussrechnung gebe. Bei deren Erstellung würden aber alle „seit Projektbeginn geleisteten Abschlags- und Nachtragszahlungen einer nochmaligen, gesamthaften Prüfung“ unterzogen, um zu hohe Zahlungen ausschließen zu können.