Kampfmittel-Spezialisten haben in Oranienburg eine Weltkriegsbombe entschärft. Im Sperrkreis rund um den Fundort der 250-Kilo-Bombe amerikanischer Bauart mussten am Morgen rund 12 000 Anwohner ihre Häuser verlassen. Rund 280 Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz sicherten das Gelände.

Im Sperrkreis befinden sich ein Krankenhaus und ein Altenheim, die evakuiert werden mussten. Mehr als 50 Krankentransporter aus unterschiedlichen Landkreisen seien im Einsatz gewesen. Betroffen waren auch Bahnhöfe des S- und Regionalbahnverkehrs. Der Bahnverkehr stand laut Stadtverwaltung am Vormittag still und war durch Busse ersetzt worden. Die Kreisverwaltung blieb den ganzen Mittwoch geschlossen.

Der Zünder der Bombe war problemlos entfernt worden. Lediglich die senkrechte Lage der Bombe im Boden war schwierig - die Spezialisten mussten tiefer graben als gedacht. Das Team trug während der Arbeiten Schutzanzüge und Mundschutz, weil das Erdreich in dem Gewerbegebiet belastet ist.

In dem Gewerbegebiet war schon Ende Februar ein Blindgänger entschärft worden. Im Boden werden noch vier weitere Bomben vermutet. Die nächste Entschärfung steht noch vor dem Sommer an.