Das Gremium hatte am Donnerstag beschlossen, dass die Stadt den Planfeststellungsantrag für die Brücke beim Dresdner Regierungspräsidium zurückziehen soll. Dieses Vorgehen verstoße gegen die Wirkung eines Bürgerentscheides vom Februar 2005, teilte die Stadt Dresden gestern mit. Damals hatte sich die Mehrheit der Befragten für den Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke ausgesprochen. Nur ein neuer Bürgerentscheid könne die Sachlage ändern, hieß es.
Wird die Brücke gebaut, droht die Aberkennung des UNESCO-Welterbe-Titels für das Dresdner Elbtal. Das Stadtparlament hatte verfügt, dass der Oberbürgermeister den Gang vor das Sächsische Verfassungsgericht in Leipzig antreten muss, um den Bau der Brücke zu verhindern. Dieser Beschluss werde vom Widerspruch Vogels nicht berührt, sagte Stadtsprecher Kai Schulz.
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte kürzlich den Bau der Waldschlösschenbrücke angeordnet. (dpa/das)