Die dunkle Jahreszeit führt derzeit in der Lausitz zu einem deutlichen Anstieg von Unfällen mit Farradfahrern. Tragischerweise gehen diese für die Radfahrer meist mit schweren Verletzungen einher. Ein Radfahrer ist in dieser Woche sogar gestorben.

Der bisher letzte Unfall hat sich am Mittwochabend in Weißwasser ereignet. Gegen 16.20 Uhr ist am Albert-Schweitzer-Ring laut Polizeiangaben ein Auto mit einer Radfahrerin zusammengestoßen. Der 75-Jährige Pkw-Fahrer wollte links abbiegen und erkannte die 56-jährige Radfahrerin in der Dämmerung offenbar zu spät. „Die Frau stürzte in Folge des Zusammenpralls und verletzte sich dabei schwer. Der Rettungsdienst brachte sie zur Versorgung in ein Krankenhaus“, berichtet Polizeisprecher Thomas Knaup.

Eine Stunde zuvor hatte sich ein ähnlicher Unfall in Cottbus ereignet.Am Zollhaus Sielow kollidierten am Mittwoch gegen 15.35 Uhr ein Pkw und ein Fahrradfahrer. Der 66-Jährige stürzte, verletzte sich schwer und wurde zur weiteren stationären Behandlung im Klinikum aufgenommen.

Bereits am Dienstagabend hatte es in der Dämmerung zwei schwer Unfälle gegeben. In Straupitz (Dahme-Spreewald) wurde eine 80-jährige Radfahrerin von einem bislang unbekannten Pkw gerammt. Schwer verletzt wurde die Frau in die Lübbener Spreewaldklinik gebracht. Der Fahrer des Pkw flüchtete. Hinweise auf den Flüchtigen lagen der Polizei bis Donnerstagmittag noch nicht vor.

Der tragistische Unfall ereignete sich ebenfalls am Dienstagabend, allerdings in der Gemeinde Röderland nahe der sächsischen Grenze in Elbe-Elster.Der Fahrer (41) eines Caddy übersah nach ersten Erkenntnissen zwei Fahrradfahrer und kollidierte mit diesen. Ein Mann (36) starb noch am Unfallort. Ein Kind (9) wurde so schwer verletzt, dass es mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste.

Woran liegt es, dass sich derzeit so viele Unfälle häufen? Eine Rolle spielt sicher die Witterung. „Gutes Licht ist in diesen dunklen Tagen für die Radfahrenden ein Muss. Wer zu Fuß geht, kann Kleidung mit reflektierenden Streifen tragen – und wird so besser gesehen“, rät Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) rät, das Licht schon bei Zwielicht einzuschalten. „Spätestens im Herbst sollte die Lichtanlage des Fahrrads geprüft werden. Das gilt auch für die Bremsen. Bei Nässe haben Felgenbremsen einen längeren Bremsweg.“