Nach dem Tod der Seelöwin "Holly" im November vermeldete Zoodirektor Frank Brandstätter am gestrigen Dienstag wieder einen Todesfall unter seinen Tieren. Ein junger Humboldtpinguin sei tot. Der Zoo habe das Tier am Montag außerhalb seines Geheges in der Nähe der Flamingos gefunden.

"Das trifft uns ins Herz", sagte der Zoochef am Dienstagnachmittag. Besonders die Pfleger, die die Tiere in den vergangenen zwölf Monaten seit der Geburt betreut haben, seien traurig. Außer dem toten Pinguin sind zwei Tiere verschwunden. Das Trio galt als großer Nachzuchterfolg für den Zoo mit jetzt noch 13 Humboldtpinguinen.

"Wir können uns das Ganze nicht erklären, es ist für uns nicht nachvollziehbar", sagt Brandstätter. Welche Verletzungen zum Tod des Pinguins geführt haben, konnte der Zoodirektor am ges trigen Dienstag noch nicht sagen. Er verwies auf eine geplante Untersuchung des Kadavers. Die Polizei hat erneut die Ermittlungen aufgenommen.

Anfang November war Seelöwin "Holly" unter bislang ungeklärten Umständen tot aufgefunden worden. Der Zoo hat den Verdacht, dass das 21 Jahre alte Tier von einem Eindringling erschlagen wurde. Nach Polizeiermittlungen hatte sich dieser Verdacht aber nicht erhärtet. Der Zoo dagegen schließt einen Unfall weiterhin aus. Der schreckliche Verdacht der Tierpfleger nach der Obduktion: Fremde sollen der Seelöwin nachts den Schädel zertrümmert und drei Zähne ausgeschlagen haben.