Russland und China warnen Syriens Regime

Neun Monate nach Beginn der gewaltsam unterdrückten Proteste in Syrien sind Russland und China nun offenbar doch bereit, Druck auf das Regime von Baschar al-Assad auszuüben. Nachdem sie bisher eine Verurteilung des Regimes im Weltsicherheitsrat blockiert hatten, legten die beiden Vetomächte dem UN-Gremium nun einen Resolutionsentwurf vor. Darin wird die „unangemessene Gewalt“ in dem arabischen Land angeprangert. Zugleich werden dafür aber Regierung und Rebellen gleichermaßen verantwortlich gemacht.

Zustimmung in Rom für Montis Sparpaket

Rom gibt Gas gegen die Schuldenkrise: Der drastische Sparkurs des italienischen Regierungschefs Mario Monti nahm am Freitag die erste wichtige Parlamentshürde. Bei einer Vertrauensabstimmung über sein Maßnahmenpaket von geschätzten 24 Milliarden Euro stellten sich am Freitag in Rom 495 Abgeordnete hinter Monti und das Anti-Krisen-Programm der Regierung, 88 votierten dagegen. Monti hatte die Vertrauensfrage gestellt, um die Spar- und Reformmaßnahmen rasch durch die Kammer zu bringen und ihnen eine große Mehrheit zu sichern.

Niederlande geschockt über Kindesmissbrauch

Die Niederlande stehen unter Schock: Seit 1945 sind Zehntausende Kinder in Einrichtungen der katholischen Kirche sexuell missbraucht worden. Das geht aus dem Bericht einer Untersuchungskommission hervor, der am Freitag in Den Haag vorgestellt wurde. Den Schätzungen zufolge sollen zwischen 1945 und 1981 rund 10 000 bis 20 000 Minderjährige unter Missbrauch gelitten haben. Bis 2010 summiere sich die Zahl auf „mehrere Zehntausende“, heißt es weiter.

Dutzende Verletzte bei Protesten in Kairo

Ägypten kommt nicht zur Ruhe. Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sind am gestrigen Freitag in Kairo etwa 50 Menschen verletzt worden. Augenzeugen berichteten, die Demonstranten, die schon seit drei Wochen vor dem Kabinettsgebäude kampieren, hätten am Freitag Steine auf die Polizei geworfen, nachdem einer von ihnen von der Militärpolizei vorübergehend in Gewahrsam genommen worden sei. Die Polizei habe daraufhin Wasserwerfer eingesetzt. Einige Polizisten hätten Steine zurückgeworfen und in die Luft geschossen.