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Ermittler: Busfahrer als Verursacher unter Verdacht

Rettungshubschrauber und Krankenwagen stehen am 03.07.2017 auf der Autobahn A9 bei Münchberg (Bayern). Nach ersten Informationen soll ein Reisebus nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen in Brand geraten sein.
Rettungshubschrauber und Krankenwagen stehen am 03.07.2017 auf der Autobahn A9 bei Münchberg (Bayern). Nach ersten Informationen soll ein Reisebus nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen in Brand geraten sein. FOTO: News5 (NEWS5)
Münchberg. Auf dem Weg zum Gardasee verunglückt ein Bus in Nordbayern. 18 Menschen sterben, 30 werden verletzt. Neben dem Entsetzen und der Trauer wird jetzt dringlich die Frage nach den Ursachen gestellt.

Nach dem verheerenden Busbrand auf der Autobahn 9 in Nordbayern steht allein der gestorbene Busfahrer als möglicher Verursacher im Fokus der Fahnder, gegen andere Personen wird nicht ermittelt. Der Firmensitz des Busunternehmens in Sachsen sei durchsucht worden, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof am Dienstag mit. In dem Zusammenhang seien Unterlagen in Bezug auf den Reisebus und die beiden Busfahrer sichergestellt worden. Ob ein technischer Defekt eine Rolle gespielt haben könnte, sagten die Ermittler zunächst nicht.

Auf Höhe Münchberg war am Montag ein Reisebus mit 48 Menschen an Bord auf einen Sattelzug aufgefahren und sofort in Brand geraten. 18 Menschen starben in den Flammen, darunter der Fahrer. Von den 30 Verletzten hätten sieben Leichtverletzte die Krankenhäuser wieder verlassen, teilten die Ermittler weiter mit. Bei 3 der 23 Opfer, die noch in den Kliniken behandelt werden, bestehe weiterhin Lebensgefahr.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Zwei Sachverständige für Verkehrsunfälle und Brände hätten keine Hinweise darauf gefunden, dass der Reisebus bereits vor dem Aufprall auf den Anhänger gebrannt hat. „Vieles spricht dafür, dass bei dem Bus erst aufgrund der Kollision mit dem Anhänger Feuer ausgebrochen ist“, hieß es.