Nach Darstellung der Behörde gehe es dabei um Wege für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Dabei würden sogar nicht brandgefährdete Laub- und feuchte Erlenbruchwälder einbezogen. "Vorgehensweise und Inhalte des Waldbrandschutzplans bekräftigen die Vermutung, dass der Wegeausbau in erster Linie der ganzjährigen Holzabfuhr und nicht dem Waldbrandschutz dient", so Schmitz-Jersch. Dieser Ausbau in den Privatwäldern koste die Besitzer keinen Pfennig, weil er zu 100 Prozent von der EU gefördert werde.

Ellen Schlieker vom Landesforstbetrieb wies die Vorwürfe zurück: "Beim Waldbrandschutzplan geht es ausschließlich darum, dass die Löschfahrzeuge im Brandfall durchkommen." Schließlich seien in Brandenburgs Wäldern mehr als 100 Kameras installiert, um Brände frühzeitig zu erkennen. "Dass sich die Nutzung der Wege ergänzt, ist doch klar", sagte Schlieker. "Man baut ja nicht einen Weg für die Feuerwehr und einen weiteren für die Holzabfuhr."

Der Waldbesitzerverband äußerte sich auf seinem Internetportal: Die Instandhaltung der Wege sei eine notwendige Voraussetzung für die Forstwirtschaft. Für eine konkurrenzfähige und nachhaltige Holzwirtschaft sei es unabdingbar, das Holz per Lkw mit maximal zulässigem Gesamtgewicht aus dem Wald zu fahren. "Das Gewicht beträgt derzeit 44 Tonnen und determiniert damit notgedrungen Aufbau und Belastbarkeit eines Weges."