Bei Kontrollfischungen wurden im Lachsbach bei Bad Schandau (Sächsische Schweiz) 20 aus dem Nordatlantik zurückgekehrte Lachse registriert.
Mit durchschnittlich 4,5 Kilogramm Gewicht waren es die bislang "dicksten Brocken". Die ersten Rückkehrer im Herbst 1998 hatten im Schnitt nur 2,5 Kilogramm "auf den Gräten". Diesmal brachte der größte Fisch bei einer Länge von 96 Zentimetern sieben Kilogramm auf die Waage. Im tschechischen Teil der Elbe ging gar ein Lachs von mehr als einem Meter ins Netz.
Sachsen hatte die Wiederansiedlung des Lachses in der Elbe 1994 gestartet. Inzwischen sind auch andere Flüsse eingebunden. In der vorigen Saison kehrten die Lachse erstmals in die Wesenitz zurück. Zahlreiche Laichgruben in den Flüssen belegen, dass es hier inzwischen zur natürlichen Fortpflanzung kommt. Zusätzlich werden Lachseier künstlich ausgebrütet, darunter aus Schweden importierte Eier.
Die geschlüpften Jungfische werden in den Nebenflüssen der Elbe ausgesetzt. Im zweiten Jahr wandern die etwa 20 Zentimeter langen Fische in die Elbe und dann via Nordsee in den Atlantik. Dort müssen die Lachse ordentlich fressen. Der Rückweg ist lang und verlangt ausreichende Energievorräte. Nach ein paar Jahren kehren sie in die Geburtsgewässer zurück. Die meisten Tiere verenden nach dem Ablaichen.
Sachsen hofft, dass sich eines Tages der gesamte Bestand der Elbelachse in der Heimat reproduziert. Dann soll der Fisch auch wieder zum Angeln freigegeben werden. Bislang ist die Population geschützt. Lachse gehörten früher zu den zahlenmäßig stärksten Fischarten der Elbe. (dpa/cd)