Februar - starb der Popstar im Alter von 40 Jahren bei einem Unfall in der Dominikanischen Republik.

Am 19. Februar 1957 wurde Johann (Hans) Hölzl, wie der Sänger mit bürgerlichem Namen hieß, in Wien geboren. Früh wurde seine musikalische Ader entdeckt. Falco probierte sich als Straßenmusiker. Tourte durch Clubs, zog dafür auch kurz nach Berlin. Mitte der 80er-Jahre gelang ihm dann der kometenhafte Aufstieg: Mit den bis heute oft gespielten Liedern "Rock Me Amadeus" oder "Coming Home" feierte er Welterfolge. Er heimste 75 Goldene Schallplatten ein und schaffte es als erster deutschsprachiger Künstler wochenlang an die Spitze der US-Charts. Zum Markenzeichen wurde der deutsch-englische Sprechgesang mit Rock-Elementen. Viele bezeichneten ihn als Vorreiter des weißen Rap.

Mit seinen Liedern feierte Falco im Ausland die größten Erfolge. Zu Lebzeiten war der als arrogant, schwierig und exzentrisch geltende Sänger in seiner Heimat nicht immer gern gesehener Gast. "Ich bin ein Unangepasster in einem angepassten Geschäft. Diesen Ruf gilt es zu verteidigen", sagte Falco einmal in einem Interview. Bereits sein erster Titel "Ganz Wien (. . . ist heut auf Heroin)", das die Drogenszene in Österreichs Hauptstadt thematisierte, erhielt Spielverbot im Radio. Ebenfalls geächtet wurde "Der Kommissar". Kritiker warfen ihm vor, beim 1985 erschienenen Titel "Jeanny" ein Sexualverbrechen zu verherrlichen.

Der Mann mit der schwarzen Lederjacke und den gegelten Haaren hielt die mediale Aufmerksamkeit und den Erfolg auf Dauer nicht aus. Drogen, Alkohol und familiäre Konflikte stürzten ihn Ende der 80er-Jahre in eine tiefe Krise. Er zog sich zurück und machte die Dominikanische Republik zu seiner Wahlheimat.

1998 rammte dort ein Bus den Geländewagen von Falco. Entgegen allen Mythen zeigte die Obduktion ein klares Bild: Ein Blutalkoholwert von 1,5 Promille und große Mengen Kokain sowie Marihuana konnten nachgewie sen werden.