Die abschließenden Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hätten eine Infektion des Virus H5N1 in einem Entenbestand in Bayern ausgeschlossen, teilten Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) und FLI-Präsident Thomas Mettenleiter gestern mit. Eingehende Untersuchungen hätten weder Vogelgrippeviren vom Subtyp H5 noch von H7 festgestellt.
"Damit steht eindeutig fest, dass wir nach wie vor keinen Fall von Geflügelpest in einem deutschen Nutzgeflügelbestand haben", sagte Mettenleiter. Ein Schnelltest hatte bei sechs von sieben verendeten Enten in Lichtenfels in Franken zuvor Grippeviren vom Typ A nachgewiesen. Die Grippeviren vom Typ A, zu denen auch der Erreger H5N1 gehört, unterscheiden sich stark in ihrer Gefährlichkeit. Wegen des Verdachts auf H5N1 waren vier Betriebe gesperrt worden.
Unterdessen stieg im am stärksten von der Vogelgrippe betroffenen Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der bestätigten Fälle um fünf an. Zwei Schwäne und eine Gans auf der Insel Rügen, ein Mäusebussard in Steinhorst (Landkreis Nordvorpommern) sowie eine Tafelente in der Hansestadt Wismar wurden positiv auf H5N1 getestet worden. Damit erhöhte sich die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern amtlich festgestellten Infektionen auf 157 Wildvögel sowie drei Katzen und einen Steinmarder.
Freiland-Geflügelhalter in der Lausitz beginnen inzwischen, sich auf eine möglicherweise länger andauernde Stallpflicht einzurichten.
(AFP/dpa/sim)