Auch das Aktionsbündnis Castorstopp bezifferte die Zahl der Demonstranten mit "einstellig".
Allerdings sei die Mahnwache nicht als Massenveranstaltung geplant gewesen. Details über geplante Aktionen wollte Castorstopp nicht preisgeben. Insgesamt sind drei Transporte mit jeweils sechs Castoren ins westfälische Zwischenlager Ahaus geplant.
Prominente Unterstützung erhielten die Atomkraftgegner aus Nordrhein-Westfalen. Am Samstag kündigte Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) an, sich aktiv am Widerstand gegen den Transport zu beteiligen. Der Transport der Castor-Behälter sei unsinnig, sagte Höhn vor dem Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus. Die Castoren werden in der Nacht zu morgen in Ahaus erwartet. Nach Lage der Dinge wird der Transport die Route von Dresden über Erfurt, Eisenach, Kassel, Unna, Kamen und Bottrop nehmen. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht.
Die Spezialtransporter mit den 18 Castoren - Inhalt: 951 Brennelemente - fahren 600 Kilometer quer durch Deutschland. Nach Einschätzung von Experten ist das Strahlungspotenzial der atomaren Fracht wesentlich geringer als bei Castoren, die mit Brennstäben aus Kernkraftwerken befüllt sind. (dpa/ta)