Nach rund zweieinhalbjährigen Diskussionen verabschiedete das Gremium am Freitag mit breiter Mehrheit seinen Abschlussbericht. Darin plädiert es dafür, die bislang 14 Landkreise auf sieben bis zehn Großkreise zu reduzieren. Die bestehenden Gemeinden bleiben erhalten, allerdings sollen die Kommunalverwaltungen zentralisiert werden und Amtsgemeinden mit mindestens 10 000 Einwohnern entstehen.

Entschärft wurde das umstrittene Vorhaben, die vier kreisfreien Städte mit den angrenzenden Landkreisen zusammenzulegen. Hier empfiehlt die Kommission lediglich eine "Prüfung der Effekte" für die Städte Cottbus, Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder), wenn sie Landkreisen angehören würden. Die Landeshauptstadt Potsdam soll ihre Unabhängigkeit behalten.

Die Enquetekommission "Kommunal- und Landesverwaltung - bürgernah, effektiv und zukunftsfest - Brandenburg 2020" sollte die Gemeindestrukturen in Brandenburg grundlegend überprüfen. Hauptziel ist eine bürgernahe Verwaltung, die unter dem Druck sinkender Einwohnerzahlen und Einnahmen Bestand hat.

Der Abschlussbericht wurde mit neun Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen verabschiedet. Der Großteil der Kommissionsmitglieder wertete die Ergebnisse positiv. Die Arbeit habe sich "außerordentlich gelohnt", das Gremium habe ein "dickes Brett gebohrt", erklärte der Kommissionsvorsitzende Stefan Ludwig (Linke). Der Abschlussbericht wird im Oktober dem Landtag übergeben.