Damit sei in der Lausitz der Wind der durch die globale Klimadebatte ausgelösten dritten industriellen Revolution zu spüren, sagte der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Tuoma Hatakka. Die 70 Millionen Euro teure 30-Megawatt-Pilotanlage sei die erste entscheidende Etappe im Marathon hin zur klimafreundlichen Energieerzeugung aus Braun- und Steinkohle. Spätestens 2015 werde in Jänschwalde (Spree-Neiße) ein Demonstrationskraftwerk mit 250 bis 500 Megawatt Leistung ans Netz gehen, um die Praxistauglichkeit im größeren Maßstab zu testen. Dafür werde eine Milliarde Euro investiert. Die großtechnische Serienreife solle bis 2020 erreicht werden. Bis dahin müsse der Transport des klimaschädlichen CO 2 per Pipeline gesichert sein.
„Vattenfall ist bereit, Milliarden zu investieren. Dafür brauchen wir auch den politischen Rückhalt auf EU- und Länderebene“ , sagte Konzernchef Lars Göran Josefsson.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) erklärte: „Künftig wird Schwarze Pumpe für klimafreundliche Hochtechnologie stehen.“ Hier habe eine neue Technologiegeneration das Licht der Welt erblickt. Wenn die Lausitz ihre Kompetenzen bei traditionellen und erneuerbaren Energien bündelt, werde sie zum Innovationslabor Brandenburgs, betonte Plat-zeck. (Eig. Ber./B.M.)