Nur ein Punkt aus drei Spielen: FCE-Trainer Petrik Sander steht schon früh in der Saison unter Zugzwang. Deswegen hat er vor dem Nürnberg-Spiel die Mannschaft umgekrempelt. Steffen Baumgart und Chrisian Bassila stehen erstmals in der Anfangself.Die Veränderungen scheinen zu fruchten: Die Cottbuser beginnen offensiv und setzen die Nürnberger gehörig unter Druck. Gleich in der ersten Minute hat Rost nach einem Freistoß-Abpraller die erste Chance, als er plötzlich alleine vor Blasek steht. Der Schuss landet aber in den Armen des Nürnberg-Keepers. Nur drei Minuten später setzt FCE-Spielmacher Ervin Skela einen Freistoß aus 25 Meter an den rechten Aussenpfosten.

In der 14. Minute dann Jubel bei den Cottbuser Fans: Francis Kioyo wird angeblich im Strafraum von Nürnbergs Verteidiger Glauber gefoult. Selbst die Fernsehbilder können nicht aufklären, ob es wirklich ein Foul war. Aber Schiedsrichter Knut Kircher zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Neuzugang Dennis Sörensen lässt sich die Chancen nicht entgehen und verwandelt sicher zum 1:0.

Danach verflacht das Spiel etwas und Nürnberg kommt besser ins Spiel. Wirkliche Torchance können sich aber die Franken nicht herausarbeiten. Bei einem Galasek-Freistoß, der in der 27. Minute knapp über das Cottbuser Tor geht, muss Energie-Keeper Tomislav Piplica nicht eingreifen.

In der 38. Minute wieder Pech für die Cottbuser: Blazek faustet eine Flanke in die Mitte weg, wo Rost 25 Meter vor dem Tor den Ball direkt nimmt und zum zweiten Mal an den rechten Pfosten hämmert.

Nach der Pause drehen die Lausitzer weiter auf. Gleich zweimal scheitert Kioyo, der sich am Freitag noch mit einer Oberschenkelverletzung plagte, mit Kopfbällen an Nürnbergs Torwart Blasek. Auch Dimitar Rangelov findet im Franken-Schlussmann bei einem Flachschuss in der 62. Minute seinen Meister. Dazu spielen die Lausitzer ab der 63. Minute in Überzahl: Nach einem Foul fliegt Vittek mit einer Gelb-Roten-Karte vom Platz.

Trotz einem Mann weniger können sich aber die Nürnberger anschließend wieder etwas befreien. Piplica wird in der 75. Minute zu einer Glanzparade gezwungen. Einen Kopfball von Kluge kann er gerade noch über die Latte lenken. Keine Chance hat der FCE-Keeper dagegen zehn Minuten später beim Ausgleichstreffer der Nürnberger: Abwehrspieler Alexander Wolf kann nach einem Eckball unbedrängt zum mittlerweile verdienten 1:1 einköpfen.

In der 88. Minute hätte es sogar noch viel schlimmer kommen können für Energie. Piplica will einen hohen Ball ausserhalb des Fünf-Meter-Raums klären, aber er unterläuft leicht bedrängt den Ball. Alder versenkt die Kugel zwar im Cottbuser Tor, aber Kircher pfeift zum Glück für Energie ein Foul. Fehlentscheidung: Mitreski hatte seinen eigenen Schlussmann behindert.

Auf der anderen Seite hat Rost noch in letzter Sekunde die Riesenchance, aber Blasek kann im Rauslaufen den Punkt für Nürnberg retten.

Torschütze Dennis Sörensen war entsprechend enttäuscht nach dem Spiel: „Bei elf gegen zehn und einer 1:0-Führung musst du so ein Spiel gewinnen. Wir brauchen jeden Punkt.“