In einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Allensbach-Umfrage für den Deutschen Philologenverband und die Vodafone-Stiftung sprachen sich 61 Prozent dafür aus. Nur 21 Prozent sind für eine Zuständigkeit der Länder, die aber tatsächlich im Wesentlichen für die Bildung verantwortlich sind. Die Befragten gaben der Schulpolitik der Länder auch nur durchschnittliche Noten. Die Durchschnittsnote für alle 16 Bundesländer lag bei 3,6 im Rahmen der normalen Schulnoten-Skala. Am besten schnitten Bayern (3,3) sowie Hessen und Sachsen (jeweils 3,4) ab. Am Ende des Noten-Rankings lagen Berlin (3,9) und Schleswig-Holstein (4,2). Das achtjährige Gymnasium sorgt vor allem im Westen weiter für Unmut. Für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium oder für ein paralleles Angebot neun- und achtjähriger Gymnasialzüge plädiert eine deutliche Mehrheit von 71 Prozent. Im Osten sieht das Bild anders aus: Nur ein Drittel ist für eine Einführung des neunjährigen Gymnasiums oder ein paralleles Angebot. An den Schulen wünschen sich die Bürger vor allem kleinere Klassen und weniger Unterrichtsausfall. Für 59 Prozent ist die Verkleinerung der Klassen das vordringlich zu lösende Problem . AFP/roe