Ende Dezember sollen die ersten rund 10 000 Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen in der Testregion Löbau-Zittau probeweise elektronische Krankenversichertenkarten erhalten, wie die Projektgruppe SaxMediCard jetzt in Dresden mitteilte.
Die Versicherten können die Karten dann bei 25 ausgewählten Medizinern nutzen. Diese können in der ersten Teststufe mit einem Terminal die Stammdaten der Patienten abrufen, die Karten aber noch nicht beschreiben. Ab März 2007 sollen schrittweise neue Testfunktionen zugeschaltet werden.
Der Kreis Löbau-Zittau ist eine von deutschlandweit acht Modellregionen. Dem Projekt gehören rund 20 Partner an, darunter Kassen, Verbände und der Freistaat. Sachsen hatte sich als einziges ostdeutsches Bundesland für das Modellprojekt zur flächendeckenden Einführung der Gesundheitskarte beworben.
Die ursprünglich für den 1. Januar 2006 geplante bundesweite Einführung der Gesundheitskarte hatte sich wegen Unstimmigkeiten zwischen Bund und Freistaat über Kompetenzen und die Finanzierung des Pilotprojekts erheblich verzögert. Die elektronische Gesundheitskarte ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Patientendaten wie etwa die Dokumentation über eingenommene Arzneimittel, aktuelle Diagnosen, Operationen, Impfungen und Röntgenuntersuchungen.
(ddp/cd)