KSC-Geschäftsführer Michael Stein hat am Montag in Cottbus darauf verwiesen, dass seine Firma Fähigkeiten und Kapazitäten aus der Kraftwerksinstandhaltung mitbringt, um in einer Lausitz-Werft "die technologisch anspruchsvolle Aluminiumbauweise zu realisieren". Das KSC-Vorhaben gehört zu den 87 Projekten zwischen Lübben, Herzberg, Cottbus, Görlitz und Bautzen, die die Innovationsregion Lausitz (iRL) GmbH angebahnt hat. Die Gesellschaft war vor einem Jahr als Initiative von Wirtschaft, Verbänden und Hochschulen gegründet worden, um den Strukturwandel in der Lausitz zu befördern. "Die Innovationsregion kam zur richtigen Zeit und an der richtigen Stelle", schätzt Michael Stein ein.

Insgesamt hat die iRL im Gründungsjahr für die 87 definierten Projekte unter anderem, 37 Innovations-Workshops mit mehr als 100 Teilnehmern organisiert. "Wir sind hoch spezialisiert und erarbeiten mit den Unternehmen schnell und effizient innovative Idee, aus denen künftige Industriearbeitsplätze entstehen sollen", erklärt Geschäftsführer Hans Rüdiger Lange.

Da die Bundespolitik bereits 2018 zwei 500-MW-Blöcke in Jänschwalde in die Kraftwerksreserve schickt und davon 500 bis 600 Arbeitsplätze betroffen sind, "drängt die Zeit", betont Wolfgang Krüger. Und der Bund stehe in der Pflicht, sagt der Vorsitzende der iRL-Gesellschafterversammlung, der mit Lange in einem Lausitz-Papier "Arbeit statt Allmosen" für die Region gefordert hat. Darin machen sie unter der Losung "Ein Gigawatt für ein Gigawatt" Vorschläge, um Strukurprozesse wie in der Lausitz über die bisherige Förderkulisse hinaus zu unterstützen.