Besorgte Bürger befürchten negative Auswirkungen auf Natur und Agrarwirtschaft. Laut Ministerium könnten die Ergebnisse noch im laufenden Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden, das nicht vor Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird.

Rund um die 3800 Einwohner zählende Kleinstadt wird seit 1970 im großen Stil hochwertiger Kies abgebaut. Zwei Unternehmen wollen nun ein bis zu 420 Hektar großes Gebiet für die langfristige Kiesgewinnung neu erschließen. Davon entfallen 40 Hektar auf die sogenannte Süderweiterung des Werks II; etwa die Hälfte davon liegt im Landschaftsschutzgebiet Elbaue-Mühlberg. Die 40 Hektar sollen später als landwirtschaftliche Nutzfläche wiederhergestellt werden.

Dies ist dem Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Mühlberg und Vertreter der Bürgerinitiative, Uve Gliemann (Foto: A. Posern), zu wenig. Nach seiner Ansicht sollten die Förderunternehmen das gesamte Abbaugebiet wiederherrichten. "Es gibt andere Abbaugebiete in der Region, bei denen der Kiesabbau weniger Schäden hinterlässt als in Mühlberg", sagte er.