Darin kommt Diestel zu dem Schluss, dass sämtliche Vorwürfe gegen Fey „aus der Luft gegriffen“ und „der Angriff auf meinen Mandanten als ein Eingriff auf die IHK selbst“ zu werten seien. Wolle sich die Kammer nicht „mitschuldig an der Verunglimpfung meines Mandanten“ machen, habe sie ihn zu rehabilitieren.

Zu den bekannt gewordenen Stasi-Berichten, die nach Aktenlage unter Mithilfe von Fey gefertigt wurden, nimmt Diestel nicht Stellung. Fey hatte im Februar öffentlich eingeräumt, sich über mehrere Jahre mit Stasioffizieren in konspirativen Wohnungen getroffen zu haben. Er räumte damals auch ein, dass ihm sein Deckname „Köste“ bekannt gewesen sei. Mit diesen Gesprächen habe er jedoch niemandem geschadet, so Fey. Er selbst sei Opfer von Ausspähmaßnahmen der Stasi gewesen.

Einige Mitglieder der IHK-Vollversammlung haben angekündigt, Feys Anliegen auf Rehabilitierung zu unterstützen. Die Führung der Kammer unter Präsident Klaus Aha lehnt das Vorhaben ab. Die zu Fey angelegte IM-Akte, in der die Ergebnisse seiner Tätigkeit dokumentiert wurden, ist am 29.11.1989 vom damaligen Führungsoffizier vernichtet worden. In den noch vorhandenen Akten zu anderen Personen fanden sich aber zahlreiche Hinweise auf seine Tätigkeit.

Fey selbst bestätigte am Sonntag, vor den Kammermitgliedern Stellung nehmen zu wollen. Es gehe ihm darum, seinen Ruf wiederherzustellen, sagte er der RUNDSCHAU.