Dresden. Eis- und Tauwetter hielten Sachsens Autofahrer am Wochenende in Atem. Am Sonntag entspannte sich die Lage landesweit.

Am Freitag war die Lage zumindest an einer Stelle dramatisch. Auf der Bundesstraße 6 brauchten Autofahrer zwischen Hochkirch und Bautzen starke Nerven: Die B 6 blieb von Freitagnachmittag bis Samstagvormittag wegen Schneeverwehungen gesperrt. Nach Angaben der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien blieben rund 30 Lastkraftwagen und etwa genauso viele Autos im Schnee stecken. Eine Beräumung der Straße sei zunächst nicht möglich gewesen, hieß es.

Ausgangspunkt war ein Unfall, bei dem ein Wagen mit einem Schneeflug kollidierte. Daraufhin kam der Verkehr zum Erliegen. Uwe Specht, Polizeiführer vom Dienst, machte den "böhmischen Wind" für das Verkehrschaos verantwortlich. "Der Schnee von den angrenzenden Feldern wird dann auf die B6 geweht und ist schnell hart wie Beton", schilderte Specht die Situation. Die Fahrzeuge seien praktisch zugeweht worden. Nach Darstellung des Polizeiführers war das Technische Hilfswerk die ganze Nacht im Einsatz, um eingeschlossene Insassen zu betreuen.