"Ich erwarte schlicht und ergreifend, dass wir jetzt mal in konstruktive Gespräche kommen", sagt Andreas Schrödinger, Tarifgeschäftsführer beim Handelsverband Mitteldeutschland.

"Dass man zumindest eine Idee entwickelt, wie man die Tarifrunde weiterbringt", hofft auch Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Um den Druck zu erhöhen, hatte die Gewerkschaft immer wieder zu Warnstreiks aufgerufen. In vielen Märkten hätten die Kunden aber bislang kaum etwas davon gemerkt. "Unser Verhandlungspartner droht natürlich damit, das Weihnachtsgeschäft empfindlich zu stören", räumt Schrödinger ein. Damit erpressen lasse man sich aber nicht. Erneut verteidigte er die Pläne, eine neue Tarifgruppe für Mitarbeiter zu schaffen, die in den Nachtstunden die Regale der Supermärkte auffüllen.

Für den Fall, dass es auch am Freitag zu keiner Annäherung kommt, zeigte sich der Gewerkschafter kämpferisch. Die Entschlossenheit der Beschäftigten sei deutlich spürbar. "Wir werden jetzt aber erst einmal in die Verhandlungen gehen und die Schlussfolgerungen nach den Verhandlungen ziehen."