Er leitete nämlich seine Rede zum vorher vom Landtag diskutierten neuen Nationalparkgesetz mit einem Geständnis ein: Es gebe Leute, die der Ansicht seien, wenn man auf der Regierungsbank sitze, habe man nur Vorteile. Dem sei aber gar nicht so, denn man habe auch Nachteile, klagte der Minister: "Man kommt bei den Reden immer als letzter dran." Landtagspräsident Gunter Fritsch griff nach Woidkes Rede dessen eingangs geäußerte Sorgen auf: Er habe damit auch Bescheidenheit ausgedrückt. "Denn die meisten drängen sich doch geradezu danach, das letzte Wort haben zu dürfen."
Geschadet hat Woidke der Auftritt als letzter Redner jedenfalls nicht. Das novellierte Gesetz über den Nationalpark Unteres Odertal, das weniger restriktiv als das vorhergehende ist, wurde - was im Landtag nicht unbedingt die Regel ist - einstimmig angenommen.