(iwe) Einstimmig hat sich der Brandenburger Landtag am Donnerstag für einen Verbleib der Brandenburger Stasi-Unterlagen im Land Brandenburg ausgesprochen. Die derzeit in Berlin lagernden Dokumente des ehemaligen Bezirks Potsdam sollten zudem nach Brandenburg zurückgeführt werden. Anlass für die Debatte sind im Januar bekannt gewordene Pläne des Bundesbeauftragten Roland Jahn, die Dienststelle der BSTU in Frankfurt (Oder) zu schließen. Brandenburg wäre dann das einzige Bundesland ohne eigene Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde.

„Die Akten sind Teil unseres geschichtlichen Erbes und deswegen gehören sie hierher“, sagte die in Jänschwalde lebende Grünen-Abgeordnete Heide Schinowsky, die das Thema im Januar als Erste aufgegriffen hatte. „Der Antrag versteht sich von selbst“, sagte der Frankfurter Abgeordnete Wolfgang Pohl (SPD). „Natürlich wird ein Frankfurter den eigenen Wunsch haben, die Außenstelle in Frankfurt (Oder) zu halten, aber wichtiger ist, dass sie in Brandenburg bleibt.“