Die Nato bezeichnet den Einsatz als „großen Erfolg“ und will ihn beenden.

Der libysche Übergangsrat kündigte unterdessen an, den Schützen vor Gericht zu stellen, der Gaddafi getötet hat. Zudem kamen Gerüchte auf, dass sich Gaddafis Lieblingssohn Saif al-Islam al-Gaddafi dem Internationalen Strafgerichtshof stellen will.

Der neuen UN-Resolution zufolge müssen die Einsätze der Nato am Montag beendet werden. Nur noch bis zum 31. Oktober um Mitternacht (Ortszeit) dürfen das Flugverbot und der Schutz von Zivilisten durch militärische Schläge durchgesetzt werden. Die Allianz hatte aber ohnehin angekündigt, ihren Einsatz an diesem Tag zu beenden. „Das war wohl eine der erfolgreichsten Missionen in der Geschichte der Nato“, sagte deren Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Die Resolution bekräftigt, dass eingefrorene Konten von libyschen Ölfirmen, Banken und anderen staatlichen Einrichtungen mit vielfachen Milliardenwerten wieder freigegeben werden. Auch das Waffenembargo soll gelockert werden, um nicht nur der neuen Polizei eine Bewaffnung zu ermöglichen. Auch UN-Kräfte sollen sich selbst schützen können.

Der Sicherheitsrat mit seinen 15 Mitgliedern drückte zugleich seine „tiefe Sorge“ über Menschenrechtsverletzungen durch die neuen Machthaber in Libyen aus. Es gebe „anhaltende Berichte über Repressalien, willkürliche Festnahmen, unrechtmäßige Verhaftungen und Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren“.