Brandenburg ist eines der wenigen Bundesländer, das von der Reform der Bundeswehr eher profitiert.

Wolfgang Neskovic, Bundestagsabgeordneter (parteilos, von der Linken nominiert): Ein unausgegorenes Sanierungskonzept stellt Cottbus und Döbern vor erhebliche Herausforderungen.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD): Ich bin froh, dass unsere guten Argumente im Bundesverteidigungsministerium im Grundsatz offenbar Wirkung gezeigt haben.

Michael Stübgen, CDU-Bundestagsabgeordneter: Ich bin der Meinung, dass dies – in Anbetracht der Größenordnung von Standortschließungen aufgrund der Neuausrichtung der Bundeswehr – als großer Erfolg für uns alle verbucht werden kann.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU): Alle wichtigen sächsischen Bundeswehrstandorte werden erhalten. Das ist eine gute Nachricht für unseren Freistaat.

Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmid (SPD): Ich freue mich sehr über den Erhalt des Luftwaffenstützpunktes Holzdorf. Durch das vertrauenvolle Verhandeln und den Einsatz der Landesregierung wurde dieser Erfolg erst möglich.

Oberst Michael Dederichs, Standortältester Holzdorf: Ich bin erleichtert darüber, dass angesichts der geplanten Truppenreduzierung der Luftwaffe von gegenwärtig 42 000 auf künftig 22 550 militärische Dienstposten Schönewalde-Holzdorf noch glimpflich davongekommen ist. Das haben wir auch denen zu verdanken, die in den vergangenen Wochen und Monaten „fair und ohne lautes Geschre“ für den Standort gekämpft haben.

Oberstleutnant Stefan Linkogel, Kommandeuer der 1. Staffel des Hubschraubergeschwaders 64: Diese Entscheidung macht uns alles andere als glücklich. Während die Führung des Verbandes im baden-württembergischen Laupheim angesiedelt wird, verbleibt in Holzdorf nur überwiegend technisches Personal. Wie viele in Holzdorf stationierte Soldaten des HSG überhaupt ins Konzept der neuen Maschinen CH-53 passen, bleibt ohnehin noch abzuwarten.