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Einmaliges Projekt: Handwerk bietet Berufliches Gymnasium Plus

Im Bild von links: Dr. Klaus-Peter Schulze, CDU-Bundestagsabgeordneter, Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Knut Deutscher, HWK-Hauptgeschäftsführer.
Im Bild von links: Dr. Klaus-Peter Schulze, CDU-Bundestagsabgeordneter, Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Knut Deutscher, HWK-Hauptgeschäftsführer. FOTO: HWK Cottbus
Cottbus. Die Handwerkskammer Cottbus (HWK) startet im September ein deutschlandweit einmaliges Projekt. Eine Klasse von bisher zwölf Auszubildenden erwirbt in 13 Jahren das Abitur und erhält gleichzeitig den Abschluss in Betriebswirtschaftslehre sowie eine pädagogische Ausbildung. ta

"Diese gute Idee werde ich im Kabinett und mit der Kanzlerin besprechen", lobte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Donnerstag in Cottbus das Engagement der Lausitzer Kammer, sich verstärkt um Nachwuchs in der Region zu kümmern. Vom Bund gebe es für das Projekt jegliche Unterstützung. Die Ministerin hat damit auch die mehr 200 000 Handwerksbetriebe deutschlandweit im Blick, die in den nächsten zehn Jahren einen Betriebsnachfolger brauchen, aber vielerorts keinen finden. Im Lausitzer Handwerk betrifft dies 2500 Unternehmen bis zum Jahr 2022.

HWK-Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher sieht den Vorteil des Beruflichen Gymnasiums Plus darin, Abitur und etwa die Hälfte der theoretischen Meisterprüfung bereits absolviert zu haben. "Natürlich wollen wir mit dieser Form der Ausbildung junge Leute an das Handwerk binden", erklärt Deutscher. Ob der Absolvent studiere, eine Berufsausbildung anhänge, Meister werde und später einen Betrieb übernimmt: "Wir bieten den Jugendlichen beste Startbedingungen im Handwerk."