Denn diese werden nicht nur während der Feiertage schlecht zerkaut und mit wenig Flüssigkeit eingenommen. Auch danach! So werden Alt-Plätzchen an Kollegen verteilt, obwohl ihr gefühltes Verfallsdatum bereits Anfang Dezember abgelaufen ist. Wohlgemerkt: das der Plätzchen, nicht der Kollegen.

Der Esser jedoch, noch immer im festtäglichen Dauermampf-Modus, kann diese Plätzchen einfach nicht liegen lassen. Denn sein Verstand, durch tagelange Freizeit bereits bis zur Unkenntlichkeit verdummt, fällt auch beim 20. Gebäckteil wieder auf die Verkleinerungsform „Plätzchen“ herein. Obwohl er wissen müsste: Ein Plätzchen, das kein Plätzchen mehr im Magen findet, dürfte nicht mehr so heißen.

Gesundheitsexperten müssten daher dringend beschließen, Plätzchen nur noch stückweise, auf Rezept und bei Nachweis von akuter Bedürftigkeit abzugeben. Doch offenbar sind sie durch eigene Gebäcksucht nicht mehr handlungsfähig.

Denn wer sich Experte nennt, arbeitet meistens an einem lauschigen Plätzchen, hat einen an der Waffel und geht allen auf den Keks.