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Eine Milliarde Euro für die Lausitz

Großräschen. Von 2018 bis 2022 fließen pro Jahr etwa 200 Millionen Euro für die Bergbausanierung nach Brandenburg und Sachsen. Insgesamt wird Bergbausanierer LMBV rund eine Milliarde Euro in der Lausitz und im Südraum Leipzig verbauen. Sascha Klein

"Wir sind damit auskömmlich finanziert", sagte Klaus Zschiedrich, Vorsitzender der LMBV-Geschäftsführung am Donnerstag in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz). Das neue Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung läuft von 2018 bis 2022 - das insgesamt sechste seiner Art. Seit 1991 sind bereits mehr als 10,36 Milliarden Euro in die Braunkohlesanierung in Ostdeutschland geflossen.

Eine vordringliche Aufgabe für die kommenden Jahre wird für die LMBV die Sicherung der Lausitzer Innenkippen sein. Insgesamt sind noch 20 000 Hektar Kippenflächen gesperrt. Ab dem Jahr 2018 wollen die Experten für einzelne Flächen mit Belastungsproben beginnen, um zu sehen, ob sie nach der Sanierung endgültig sicher sind.

Ein weiterer Schwerpunkt wird in der Lausitz die Wasserqualität in den Bergbaufolgeseen, aber auch in den Fließgewässern sein. Die Spree bleibt dabei im Fokus der Bergbausanierer. Dabei soll es gelingen, die Eisenbelastung in der Spree auf ein Minimum abzusenken. Dafür werden neue Reinigungsanlagen entstehen.

Einen Meilenstein in der Bergbausanierung soll es im Jahr 2018 am Großräschener See (Oberspreewald-Lausitz) geben: Der frühere Tagebau Meuro wird dann den unteren Endwasserstand erreichen. Dagegen bleibt der Knappensee bei Lohsa (Kreis Bautzen) noch bis 2021 wegen der Sanierung gesperrt.

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