Ferdinand von Schirach ist verlässlich, er bleibt sich treu. In seinen Büchern geht es um Schuld, um die Geschichte des Menschen hinter dem Verbrechen.

Auch in seinem neuen Roman "Tabu" kreist der in Berlin lebende Autor um sein Lieblingsthema. Trotzdem bleiben seine Geschichten spannend. Dieser Mann hat etwas zu erzählen, das beweist er immer wieder aufs Neue. Die zentrale Frage seines Werkes ist auf Seite 122 ausformuliert: "Was ist Schuld?", lässt von Schirach eine seiner Figuren fragen. Und der Strafverteidiger Konrad Biegler beantwortet die Frage am Ende: "Schuld - das ist der Mensch."

Ferdinand von Schirach: Tabu, Piper Verlag, München, 254 Seiten, 17,99 Euro.