Die Heidenelke gehört längst zu den vom Aussterben bedrohten Pflanzen. Nicht nur in Deutschland. Denn Heidelandschaften, Trockenrasen, Wiesen und auch sandige Wegesränder werden nicht nur hierzulande aus wirtschaftlichen Gründen zurückgedrängt. Heidenelken-Vorkommen haben gegen neue Äcker, Forsten, Bauland, Sportplätze oder Gärten keine Chance.

Nur gut, dass es sich die Stiftung Naturschutz Hamburg mit ihrer Gründerin Loki Schmidt seit 32 Jahren auf die Fahnen geschrieben hat, das Verschwinden solcher Pflanzen aufzuhalten. Am ersten Todestag der Ehefrau von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), die am 21. Oktober 2010 im Alter von 91 Jahren gestorben war, wird nun die Heidenelke ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Dabei sind ihre Vorzüge verblüffend: Eine Blume, die ein idealer, zehn bis 40 Zentimeter hoher Farbtupfer ist, weder gedüngt noch gewässert werden muss, als frosthart gilt und von Juni bis September blüht – die ziert jeden Steingarten. Von der Bedrohung in freier Natur in den Schutz vor der Haustür. Ab 2012.