SPD-Spitzenkandidat Björn Engholm wurde bespitzelt.

12. September 1987: Am Tag vor der Wahl schildert "Der Spiegel" Schmutzaktionen gegen Engholm. Urheber sei Reiner Pfeiffer, Referent in der Staatskanzlei von CDU-Ministerpräsident Uwe Barschel. Bei der Wahl verliert die CDU die absolute Mehrheit; es gibt ein Patt.

18. September 1987: Mit einem "Ehrenwort" weist Barschel alle Vorwürfe zurück - und kündigt eine Woche später seinen Rücktritt an.

11. Oktober 1987: Barschel wird tot im Genfer Hotel "Beau Rivage" gefunden. Die Schweizer Behörden sprechen von Selbstmord, bald kommen Zweifel auf.

3. Februar 1988: Ein Untersuchungsausschuss kommt zu dem Ergebnis, dass der Anstoß zur Schmutzkampagne gegen Engholm von Barschel kam.

8. Mai 1988: Die SPD holt bei einer Neuwahl die absolute Mehrheit.