Es gab zudem eine aktive Beteiligung, wie im Laufe des Sonntag klar wurde. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, zwei der getöteten Attentäter von Paris seien als in Brüssel lebende Franzosen identifiziert worden.

Innenpolitisch haben die neuen Erkenntnisse eine heftige Debatte darüber ausgelöst, was nun in Molenbeek zu tun ist, das sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg des Dschihadismus entwickelt hat. Auf die Einwohnerzahl gerechnet haben sich aus Belgien die meisten "foreign fighters" auf den Weg nach Syrien und in den Irak gemacht - überproportional viele aus der Brüsseler Teilgemeinde im Westen der Stadt. "Ich stelle fest, dass es beinahe immer eine Verbindung nach Molenbeek gibt - das ist ein gigantisches Problem", sagte Premier Charles Michel am Sonntag: Innenminister Jan Jambon will "in Molenbeek aufräumen".

In dem Stadtteil, in dem besonders viele Muslime leben, ist auch der Salafismus stark verankert. Zwei junge Männer, die im Januar in Verviers einen Anschlag planten und von der Polizei erschossen wurden, hatten zuvor den Predigten eines radikalen Imams in Molenbeek gelauscht.