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Eine Anerkennung für alle Mamis

Es gibt viele Formen, der Mutter Danke zu sagen.
Es gibt viele Formen, der Mutter Danke zu sagen. FOTO: dpa
Berlin. Muttertag? Ist immer am zweiten Sonntag im Mai, oder? Nein – das ist nicht überall auf der Welt so. In Großbritannien etwa war er schon im März. dpa/roe

Dort wird er am vierten Sonntag der Fastenzeit vor Ostern gefeiert. In Frankreich, aber auch in Schweden wird der Muttertag am letzten Sonntag im Mai begangen, im Falle von Pfingsten zu diesem Datum rutscht er aber auf den ersten Junisonntag.

Auf der iberischen Halbinsel - also in Spanien und Portugal - war bereits vergangenen Sonntag Muttertag - ebenso in Ungarn und Südafrika. Einige Promis gratulierten ihrer Mama also am ersten Maisonntag: Der portugiesische Fußball-Star Cristiano Ronaldo twitterte ein Bild von sich und Mutter mit Herzchen und "Love You".

Deutschland, aber auch Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Dänemark, Finnland, die Türkei, Japan, Kanada, Australien, Brasilien oder auch Italien halten sich beim Muttertag an die Vereinigten Staaten und den zweiten Sonntag im Mai. Zur "festa della mamma" empfahl die italienische Zeitung "La Repubblica" zum Beispiel diesmal, statt nur Blumen, Schokolade oder Parfüm nachhaltige Kosmetikprodukte zu verschenken.

In den USA wird der Tag auf die Bemühungen der Methodistin und Frauenrechtlerin Anna Marie Jarvis aus West Virginia zurückgeführt, die sich nach dem Tod ihrer Mutter dafür einsetzte, einen solchen Tag zur Anerkennung von Müttern zu schaffen. Präsident Woodrow Wilson ließ ein entsprechendes Gesetz 1914 in Kraft treten, in den Jahren darauf kommerzialisierte sich der Muttertag rasch. Heute ist er längst zum wichtigen Umsatzbringer vor allem für die Kosmetikbranche, Floristen und die Süßwarenindustrie geworden.