Die schiffbaren Wasserflächen des Senftenberger Sees sind für die Saison neu begrenzt worden. Im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) Brandenburg als Eigentümer des Speicherbeckens Niemtsch wurden die Bojen so gesetzt, das das Ablegen und Anlanden am touristisch genutzten Wassersportzentrum Großkoschen kaum noch möglich ist. Auch die Fahrrinne bei Buchwalde ist neu so schmal ausgewiesen, dass die Segel im traditionellen Lausitzer Wasserrevier gestrichen werden müssen. Segler und Surfer gehen dagegen auf die Barrikaden. "Seitdem der Senftenberger See schiffbar erklärt worden ist, werden die Wassersportler systematisch zurückgedrängt", kritisiert Hans Schade, langjähriger Trainer des Segelclubs 1978 Senftenberg.

Die unsanierte Insel im Senftenberger See ist nach wie vor ein geotechnischer Sperrbereich, der nicht betreten werden darf. Die ehemalige Innenkippe des Tagebaus Niemtsch wird deshalb regelmäßig überprüft. Das erklärt Uwe Steinhuber, Sprecher der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV). Nachdem im vergangenen Jahr mehrere Boote auf alte Schüttrippen aufgelaufen seien, seien gefährliche Abweichungen der gesetzten Bojen zu den unbetret- und -befahrbaren Sperrzonen festgestellt worden.

Laut der geltenden Sicherheitsvorgaben müsse der geschüttete Seegrund mindestens von zwei Metern Wasser überdeckt sein. Dem folgend seien die schiffbaren Wasserflächen neu geordnet und ausgetonnt worden.