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| 03:14 Uhr

Ein neuer Magnet entfaltet in Cottbus seine Wirkung

Menschentrauben schon vor der Eröffnung – und dann im Laufe des gestrigen Tages Tausende, die im neuen Cottbuser Einkaufszentrum Blechen-Carré durch die Gänge an den Schaufenstern, Bars und Ständen der 80 Geschäfte und Dienstleister vorbeigeschlendert sind. Von Jürgen Becker

Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) spricht von "einem bedeutenden Tag" für die Stadt. 55 Milionen Euro hat der neue Konsumtempel nach Angaben des Investors, der Gepro Bau GmbH mit Sitz in Brieselang (Havelland), gekostet. 80 Prozent der Bauleistungen seien an Firmen aus der Region vergeben worden, sagt Hochtief-Regionalbereichsleiter Bernd Fundel. In Spitzenzeiten seien 600 Fachkräfte auf der Baustelle und mit Zuarbeiten beschäftigt gewesen, erklärt Gepro Bau-Geschäftsführer Andreas Haas. Integriert worden ist in das Einkaufszentrum das Gebäude der ehemaligen Carl-Blechen-Schule. "Das verleiht dem Carré einen hohen Wiedererkennungswert."

Bis Mitternacht ist am Eröffnungstag der Strom ins Blechen-Carré kaum abgerissen. Unter anderem haben Medi-Max, Spiele-Max, Intersport, Deichmann, die Drogerie-Kette dm und New Yorker Geschäfte in dem neuen Einkaufszentrum eröffnet. Mit einer 1700 Quadratmeter großen Filiale will auch C & A zum Zugpferd werden. Eine halbe Million Euro hat die Kette nach eigenen Angaben in den Standort investiert. Wie Kai Bernstengel, Chef von Vera Moda, versprechen sie sich von der 1A-Lage in der Innenstadt gute Umsätze.

Ernsting's Family ist aus der Altstadt ins Carré gezogen, um sich auf das Doppelte zu vergrößern. "Wir hoffen, dadurch noch mehr Kunden aus dem Umland zu gewinnen", sagt Gebietsleiterin Beate Fuhrmann.

Sofort nach der Eröffnung saß gestern auch der erste Kunde auf dem Frisierstuhl von "Locken-Expresso", einem Mix aus Friseur und Café-Bar. Für Inhaberin Mandy Sprejz sind Neueröffnungen fast schon Routine. Nach Spremberg, Gablenz und Schleife war es ihre vierte. "Wir wollten wegen des Ambientes unbedingt in diese integrierte Schule - darum habe ich wie ein Löwe gekämpft", erklärt Mandy Sprejz.