Die Aktion wurde verraten, Hötger und ein Freund wurden im Juni 1962 von Grenzsoldaten auf der Ostseite des Tunnels niedergeschossen. Der Freund starb, Hötger wurde schwer verletzt und inhaftiert. Im Oktober 1962 kam er nach Bautzen. Ein erster Fluchtversuch 1964 scheiterte und brachte ihm Arrest und Isolationshaft ein. Drei Jahre später konnte er jedoch entkommen. In einem Arbeitsraum, der an der Außenwand lag, gelang es ihm, hinter einem Schrank versteckt, mehrere Steine im Mauerwerk zu lockern.
Durch dieses Loch floh er, doch er kam nicht weit. Neun Tage später wurde er bei einer Großfahndung 20 Kilometer von Bautzen entfernt gefasst. Hötger wurde zu weiteren acht Jahren Haft verurteilt und 1972 vom Westen freigekauft. (Eig. Ber./sim)