Dezember 1999 ein Vertreter der unbelasteten jüngeren Generation an die Spitze des Staates gerückt.
Der 47-Jährige hatte sich wiederholt Kritik seiner mazedonischen Landsleute zugezogen, weil er sich um die Probleme der albanischen Minderheit im Lande gekümmert hatte. Dabei hatte er sich vom extremen Nationalisten zu einem geachteten Verhandlungspartner der Albaner gewandelt.
Der Jurist hatte nach dem Studium in Skopje seine berufliche Karriere als Leiter der Rechtsabteilung des mazedonischen Bauunternehmens Sloboda begonnen. Seine politische Arbeit startete er 1998 als stellvertretender Außenminister. Als Staatspräsident hat er versucht, sein kleines Land aus der politischen Isolation in Richtung Europäische Union (EU) zu führen.
Durch mehrere Studienaufenthalte in den Vereinigten Staaten hatte er ein besonderes Verhältnis zu Amerika entwickelt. Die EU sah in dem Vater von zwei Kindern einen westlich orientierten Vermittler zwischen der mazedonischen Mehrheit und der albanischen Minderheit, die bis zu einem Drittel der rund zwei Millionen Einwohner des Balkanstaates stellt. (dpa/roe)