Er war auch sowas wie ein Künstler. Einige angebliche Originalzeichnungen von seiner Hand bringt das britische Auktionshaus Mullock's fast pünktlich zum Führergeburtstag unter den Hammer. Für ein Mindestgebot von 6000 Pfund pro Blatt - egal ob muskulös-männlicher Rückenakt oder kopierte Disney-Figur. "Hitlers Nackte" oder "Hitlers Zwerge" - diese Dokus fehlten uns noch. Wem die Originale zu teuer sind, der kann seinen "Hauch von Hitler" auch preiswerter über eine Braunschweiger Briefmarkenfachhandlung erstehen. Ihr aktuelles Angebot: ein Faksimile von Hitlers politischem Testament, in die Maschine diktiert zwei Tage vor seinem Selbstmord, mit Unterschrift und Reichsadler. Hitler als trendy Marke. Ein Medienmonster macht Millionen. Da schaudert's einen nicht nur wegen des schlechten Kunstgeschmacks. Gut, dass die Sowjets wenigstens seinen Leichnam verschwinden ließen. Und dass das Plastinieren damals noch nicht erfunden war.