Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) verpflichtete den 54-Jährigen am Morgen ordnungsgemäß per Handschlag als neuen Abgeordneten, der fortan im Haushalts-, im Petitions- und im Immunitätsausschuss sitzen wird. Schimpff rückt für Ex-Ministerin Helma Orosz nach, die mit ihrem Wechsel ins Dresdner Rathaus das Mandat aufgegeben hat.
Der Diplom-Prähistoriker aus Ballenstedt gehörte schon von 1990 bis 2004 dem Landtag an und machte als Rechtsaußen der Union mehrfach Schlagzeilen. Vor vier Jahren gab er seinen Direktwahlkreis in Leipzig-Grünau allerdings aus gesundheitlichen Gründen auf, Platz 18 auf der Landesliste reichte damals nicht für einen Sitz im Parlament. Seither hat sich Schimpff als Historiker und Publizist verdingt.
Eine klare Absage erteilte Schimpff allerdings der NPD, die sich fragte, ob er sich "von weichgespülten Fraktionskollegen” einen Maulkorb verpassen lasse: "Ich bin ein hartgespülter Demokrat”. Einige Kollegen sehen Schimpffs Rückkehr zwar mit Skepsis. Offiziell lässt Fraktionschef Steffen Flath aber wissen, er freue sich über das neue Mitglied: "Mit Volker Schimpff wird Leipzig wieder stärker in der Fraktion vertreten sein.”