Im Rentneralter steht er vor der Veröffentlichung eines neuen Albums. Mit "Forever Man" kommen bisher unveröffentlichte Werke von "Slowhand" gemeinsam mit alten Hits wie "Tears In Heaven" am 11. Mai in Deutschland auf den Markt.

Eric Clapton gehört zu den ganz großen Namen einer Musikergeneration, wie sie in dieser Dichte vielleicht nicht wieder kommt. Er hat 129 Millionen Alben verkauft und mit allen Großen seiner Zeit gearbeitet: mit Frank Zappa und mit den Beatles, mit Aretha Franklin, Mark Knopfler, oder mit Bob Dylan. Clapton schuf Hits, die Evergreens wurden.

Die Musik prägte Claptons Leben maßgeblich, seit er sich im Alter von 17 Jahren der Band "The Roosters" anschloss. Aber auch der Alkohol beeinflusste den Musiker. "Das Problem dabei war nur, dass ich wieder hoffnungslos an der Flasche hing und praktisch jede Kontrolle verloren hatte", räumte Clapton in seiner Autobiografie "Mein Leben" ein, die er 2007 veröffentlicht hatte. Es bedurfte mehrerer Entziehungskuren, um Clapton vom Suff zu befreien, wie er in der schonungslosen Selbstbeschreibung offenbart.

Nichts aber nahm soviel Einfluss auf den Mann, den viele "Gitarrengott" nennen, wie der tragische Tod seines Sohnes. "Nie hatte ich stärker das Gefühl, ein normales Leben zu führen, als mit diesen beiden", schrieb er über die Tage mit Söhnchen Conor und dessen Mutter Lory. "Conor war ein hübscher Junge mit blondem Haar, ähnlich wie meines in diesem Alter gewesen war, und braunen Augen", schwärmte Clapton über seinen Sohn. Bis eines vormittags der Anruf kam: Conor ist tot. Beim Spielen war der Vierjährige durch ein geöffnetes, bodentiefes Fenster im 53. Stock eines New Yorker Wolkenkratzers gelaufen. Das war 1991. Wenig später veröffentlichte Clapton einen Song, mit dem er die Trauer über den Tod des Kindes verarbeitete. "Tears In Heaven" wurde zum Welthit. "Wenn wir uns treffen, im Himmel, da bei Dir, wirst Du mich erkennen, beim Namen rufen, so wie hier?" heißt es in einer der Zeilen. An Schulen wird der Song im Religionsunterricht behandelt.