Für Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) ist es längst an der Zeit, dass Cottbus, Guben und Forst ihre künftige regionale Entwicklung gemeinsam planen. „Ich bin froh, dass die Gebietskulisse als ein Ganzes betrachtet wird“, sagt er vor Vertretern von kommunalen Planungsbehörden der Region in Cottbus. „Es gibt künftig vieles zu kompromieren.“

Die Initiative ist von der Regionalplanung des Landes an die Kommunalvertreter herangetragen worden. Jetzt soll bis Ende 2012 ein Zukunftsplan entstehen, der eine Leitbildfunktion darstellt. „Es müssen Räume gebündelt werden. Aber immer auch mit Blick auf den vor uns liegenden demografischen Wandel“, betonte der Chef der Regionalplanung im südlichen Brandenburg, Klaus-Otto Weymanns. Hier würden drei Mittelbereiche betrachtet, „in denen das Bewusstsein für eine gemeinsame Region entwickelt werden soll“.

Ein Beispiel dafür ist der künftige Cottbuser Ostsee, der die Territorien der drei Regionen tangiert. Wie er mit dem Klinger See – ebenfalls ein ehemaliger Tagebau – verbunden werden könnte, sei durchaus ein Thema für das Zukunftskonzept. In dem Zusammenhang wies Weymanns darauf hin, dass die bisherige Entwicklung in dem Bereich „nicht trotz, sondern mit der Kohle stattgefunden hat“. Deshalb sei es für die Region von erheblicher Bedeutung, wie das künftige Energiekonzept des Landes aussehen werde. „Es muss Klarheit hergestellt werden, ob es mit der Braunkohle weitergeht oder nicht“, erklärte Braunkohleplaner Weymanns. Fest stehe, dass die Region in Zukunft nicht nur vom Tourismus leben könne.

Bis Ende 2012 will nun ein Team aus drei Planungsbüros – Die Raumplaner, Inplios und BTE (Tourismusmanagement/Regionalentwicklung) – das Leitbild vorlegen. Dabei soll vor allem mit der Region, mit den Bürgern analysiert werden, um Entwicklungspotenziale herauszuarbeiten und ein Konzept abzuleiten.

Bereits am 16. Februar 2012 wird in Forst eine Bestandsaufnahme über die Region vorgestellt – interessierte Bürger sind willkommen.