Im Allgäu luden dagegen am Sonntag bis zu zehn Zentimeter weißer Belag zu ersten Rodelpartien ein. Auf dem Feldberg (Baden-Württemberg) waren Snowboarder und Schlittenfahrer unterwegs. Auf dem Brocken im Harz nutzten Tausende Besucher das Wochenende für Wanderungen. Selbst in Hamburg herrschte zwischenzeitlich dichtes Schneetreiben, nur die Lausitz bleibt zunächst weitgehend schneefrei. So werden zwar bis heute im Elbe-Elster-Kreis bis zu zwei Zentimeter Neuschnee erwartet. Aber für das übrige Südbrandenburg und Ostsachsen sagen die Meteorologen erst ab Mittwoch örtlich Schnee vorher - kombiniert mit Regen.

Überfrierende Nässe verwandelte einige Straßen in Eisbahnen, er ereigneten sich zum Teil schlimme Glätteunfälle. In Baden-Württemberg kam ein Fahranfänger ums Leben, als er auf einer schneeglatten Brücke zu schnell unterwegs war. Auf der Autobahn 9 in Sachsen-Anhalt fuhr ein Mann bei Glätte gegen die Leitplanke. Er blieb zunächst unverletzt. Als eine Polizistin auf dem Grünstreifen seine Personalien aufnahm, kam ein anderes Auto ins Schleudern und erfasste den 32-Jährigen. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle zwischen Dessau-Roßlau und Bitterfeld-Wolfen starb. Ebenfalls auf der Autobahn 9 ereigneten sich laut Polizei gleich mehrere Glätteunfälle zwischen Dessau-Ost und Dessau-Süd. Obwohl es dort vorwiegend bei Blechschäden blieb, musste die Strecke in Richtung München für Stunden gesperrt werden. Die Folge: lange Staus.

In Bayern rechnete der Lawinenwarndienst in höheren Lagen mit ersten lockeren Lawinen. Der Neuschnee sei auf ungefrorenen, warmen Boden gefallen und könne gerade an Steilhängen leicht ins Rutschen geraten.

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