Mal nicht nur bei Empfängen die Gesichter treffen, die man sowieso dreimal die Woche sieht. Echte Menschen. Echte Gespräche. Echtes Leben. Es ist Frühling, lasst uns austreten aus der selbst verschuldeten schlechten Büroluft! Raus aus den Echo-Räumen bei Twitter und den Blasen bei Facebook. Genau das macht Tillich jetzt, es heißt: Dialog.

Die soeben verkündete Dialog-Tour soll bis Sommer durch sechs Städte führen. Dialog klingt super und ist eigentlich nicht schwer. Hier der Regierungschef, dort 150 Leute, man redet. Aber das kann tricky werden, das zeigen frühere Versuche. Leute könnten fragen: "Wann kommt unsere Umgehungsstraße?" Was ein Ministerpräsident ja nicht weiß. Es könnte zu peinlichen Gesprächspausen kommen. Was wären das für Bilder?

Drum plant die Staatskanzlei lieber alles ganz genau. Und zwar so: Ein Zufallsgenerator wählt vorab Bürger aus. Die dürfen Themen vorschlagen, die dann auf die Tagesordnung kommen. Damit die Gäste, die kommen, auch wissen, was sie kriegen. Überdies hat Tillich einen Beirat einberufen. Der Beirat besteht aus 13 verdienten Bürgern, die die verantwortungsvolle Aufgabe haben, den Bürgerdialog als ein Beratungs- und Arbeitsgremium zu begleiten. So ein Beirat möchte schon sein. Denn Dialog ohne Beirat, das kann ja jeder.