Im Laufe seines Lebens bringt er 500 Menschen um. Nach 35 Jahren schafft er den Absprung. Seine Kinder halten ihn bis heute für einen Polizisten. Eine unglaubliche, doch wahre Geschichte: Der Journalist Cavalcanti erzählt die Biografie Santanas schnörkellos packend. Klester Cavalcanti: Der Pistoleiro, Transit Verlag, 168 Seiten, 19,80 Euro.

Postmoderne Liebesgeschichte

Shunsuke, junger Angestellter einer untergehenden multinationalen Firma in Tokio, verliebt sich in die polnisch-rumänische Kellnerin Iulana. Diese ist jedoch für die schöne Tänzerin Kazumi entflammt. Sie alle werden von einem alten Dichter heimlich überwacht - es ist Shunsukes eigener Vater. Cuenca, der in Japan lebte, macht mit dieser postmodernen Liebesgeschichte Haruki Murakami Konkurrenz! João Paulo Cuenca: Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall, A 1 Verlag, 141 Seiten, 16,90 Euro.

Ort der Geborgenheit und des Unglücks

Eines Morgens schlägt der Blitz in das in den Bergen liegende Haus der Familie Malaquias ein. Die Eltern sterben, während die drei Kinder überleben. Der Ort der Geborgenheit und des Unglücks zieht die Geschwister später immer noch magisch an. Andreá del Fuego erzählt diese anrührende Geschichte in ihrem Erstlingsroman mit ruhigen Worten und klarer Sprache. Andreá del Fuego, Geschwister des Wassers, Hanser Verlag, 208 Seiten, 17,90 Euro.

Suche nach Herkunft und Identität

Ein junger Mann geht in einem kleinen Ort an Brasiliens Küste einem Familiengeheimnis nach. Dort hatte sein Großvater gelebt, bis er unter ungeklärten Umständen verschwand. Galera, 1979 geboren, hat einen fesselnden und sprachlich herausragenden Roman über die Suche nach Herkunft und Identität geschrieben. Daniel Galera, Flut, Suhrkamp Verlag, 425 Seiten, 22,95 Euro.