Kaum ein Professor, der diese Einschätzung nicht teilt. Leistungsträger an BTU und HSL haben über Strukturen und Stellenplänen gebrütet, Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Doch um "Verbesserung" oder "Reform" ist es der Politik nie gegangen. Von Anfang an stand fest: Aus zwei Hochschulen muss eine werden. Warum nun diese eine, neue, fusionierte Hochschule plötzlich besser sein soll als die beiden alten? Diese Frage wurde nie beantwortet. "Um die Ausgestaltung soll sich die neue Hochschule selber kümmern", heißt es dazu aus Potsdam. Schuld an den Schwächen der Hochschullandschaft sind nach offizieller Lesart nur die internen Defizite, nicht aber die miserable Finanzausstattung. Jetzt hat die Politik ein Machtwort gegen den Willen einer Vielzahl von Menschen gesprochen. Die Verantwortung für das Gelingen des Experiments aber trägt nicht die Politik. Sie liegt ausgerechnet bei den Menschen, die eine Fusion nie wollten. Ein absurder Gedanke.