April im Rahmen einer Feierstunde an die ersten 50 Freiwilligen übergeben will, bei ihrem Start noch deutlich ausbaufähig sein.

Theoretisch soll die Karte ein kleiner Dank des Landes sein: Wer sich seit mindestens drei Jahren mehr als 250 Stunden pro Jahr engagiert, soll Rabatte und Vergünstigungen erhalten. Schließlich sei das Ehrenamt "in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem Stützpfeiler der märkischen Gesellschaft geworden", sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber (SPD), kürzlich bei einer Informationsveranstaltung in Potsdam. Doch auf einer Landkarte der Partner und Projektbeteiligten, die der Chefplaner des Projekts "Ehrenamtskarte", Gerhard Meck, wenige Minuten später per Videobeamer an die Wand warf, prangten in der Weite des Landes noch viele weiße Flecken.

In der Lausitz werden Ehrenamtliche vermutlich Ermäßigungen beim Förderverein Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld (Elbe-Elster) bekommen oder beim Museum Sorbische Bauernstube in Heinersbrück (Spree-Neiße).

Beide Vereine stehen auf einer Liste von rund 60 Unternehmen, Verbänden und Initiativen, die derzeit mit der Potsdamer Staatskanzlei bei der Planung der Ehrenamtskarte zusammenarbeiten. Auch das Spreewelten-Bad in Lübbenau, die dortige Bunte Bühne und die Stadtrundgänge des Lübbener Nachtwächters finden sich darauf.

Doch wie schon bei der ersten Vorstellung der Ehrenamtskarte im vergangenen Sommer wurde auch bei der Infoveranstaltung in Potsdam deutlich: Die meisten der rund 60 Unternehmen, Theater, Verbände und Organisationen, die sich bislang an der Ehrenamtskarte beteiligen, konzentrieren sich in der Landeshauptstadt Potsdam und im Berliner Speckgürtel. Was den Interessen des Landes eigentlich zuwiderläuft. "Wir wollen die Ehrenamtskarte flächendeckend für das ganze Land hinbekommen", betont Meck. Die weißen Flecken sollen deswegen auch gestopft werden. "Wir rechnen damit, dass wir mehr Partner bekommen werden, sobald die ersten Ehrenamtskarten ausgegeben sind."