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Ehrenamt – jeder Dritte macht mit

Freudig erregt: Der Plessaer Amtsbrandmeister Klaus Heidemüller (M.) während des Neujahrsempfangs am gestrigen Freitag im Schloss Bellevue mit Bundespräsident Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt.
Freudig erregt: Der Plessaer Amtsbrandmeister Klaus Heidemüller (M.) während des Neujahrsempfangs am gestrigen Freitag im Schloss Bellevue mit Bundespräsident Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt. FOTO: Frank Claus
Cottbus/Berlin. Mehr als ein Drittel der Brandenburger und Sachsen bekleiden in ihrer Freizeit ein Ehrenamt. Das sind mehr als zwei Millionen Bürger, deren Arbeit und Engagement von der Politik als "Kitt der Gesellschaft" anerkannt wird. Christian Taubert

Mit einer Quote von 33 Prozent rangiert Brandenburg beim Ehrenamt an der Spitze in den neuen Ländern. Mehr als 750 000 Bürger engagieren sich in Sport- und Kulturvereinen, in Schul- und Kita-Beiräten oder sind in der Freiwilligen Feuerwehr, in politischen Parteien, der Kirche und in Gewerkschaften aktiv. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigt die Arbeit, indem er betont, "dass das Engagement der Ehrenamtler unsere Gesellschaft um vieles reicher macht".

Für Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) "ist das Ehrenamt nicht nur unentgeltlich, sondern vor allem unbezahlbar". Für sie seien Ehrenamtler Vorbilder und stille Helden. Auch im Freistaat geht rund ein Drittel der Bürger einer ehrenamtlichen Tätigkeit in festen Strukturen nach. Ein weiteres Drittel bevorzuge losere Formen der Mitarbeit.

Als Dank und Anerkennung gibt es in den Ländern unter anderem Ehrenamtskarten, den Freiwilligenpass oder das Förderprogramm "Wir für Sachsen", womit pauschal Vergütungen für Aufwendungen erstattet werden. "Wir sind dabei, hier noch besser zu werden", sagt Woidke.

Unterdessen hat Bundespräsident Joachim Gauck am Freitag beim Neujahrsempfang den Ehrenamtlern für ihr Engagement gedankt. Unter den geladenen Bürgern im Schloss Bellevue war auch der Amtsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Plessa (Elbe-Elster), Klaus Heidemüller. Die RUNDSCHAU hat ihn in Berlin begleitet.

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