Robineck leitete von 1991 bis Ende 2009 die Cottbuser Ermittlungsbehörde. Vorher war er Leiter der Ermittlungsabteilung Organisierte Kriminalität bei der Staatsanwaltschaft in Bochum (Nordrhein-Westfalen). Schon 1992 ließ er sich dauerhaft nach Cottbus versetzen und wurde Brandenburger Beamter und erster Leitender Oberstaatsanwalt im Land.

Zu Robinecks Verdiensten, so Brocher, gehörte es, aus der alten Struktur einer Bezirksstaatsanwaltschaft und elf Kreisstaatsanwaltschaften eine neue funktionsfähige Ermittlungsbehörde geschaffen zu haben. In diese Zeit fiel auch die Aufarbeitung der Mitwirkung von Staatsanwälten im politischen Strafrecht der DDR und Verstrickungen mit dem Staatssicherheitsdienst.

Später erwarb sich Wilfried Robineck große Verdienste beim Aufbau guter Kontakte zu den polnischen Ermittlungsbehörden, um gemeinsam grenzüberschreitende Kriminalität besser bekämpfen zu können. 2004 wurde er dafür vom damaligen polnischen Justizminister mit einem Orden geehrt.

Robineck, dessen Vorfahren zum Teil aus Masuren kamen, wurde in Gera geboren. Wenige Jahre später zogen seine Eltern mit ihm nach Nordrhein-Westfalen, wo er aufwuchs und später auch studierte.

Nach seinem Ausscheiden in den Ruhestand und der Rückkehr nach Nordrhein-Westfalen hielt er weiterhin Kontakt zu seinen ehemaligen Kollegen. Im vergangenen Dezember erst hatte er die Cottbuser Staatsanwaltschaft besucht.